Carl und Regina Gustafson / Kanada

2004 - 2006





Erster Rundbrief

2004 - Dezember

2005 - März
2005 - Dezember

2006 - April

Erster Rundbrief

Liebe Freunde und Beter, vielen, vielen Dank für Eure Gebete. Gott hat sie beantwortet! Ich bin jetzt tatsächlich in Kanada und habe alle Papiere, die ich brauche, bekommen. In Calgary lief alles super, die Beamten hatten super gute Laune. Sie haben mir eine Arbeitserlaubnis für 3 Jahre als "religious worker" ohne Probleme gegeben und auch beim Zoll lief es super! Das einzige Problem war, dass es so lange dauerte, bis mein Gepäck aus dem Flugzeug kam, so dass ich meinen Anschlussflug nach Saskatoon knapp verpasste. Das Wichtigste aber war, dass ich meine Arbeitserlaubnis bekommen habe. Ein paar Stunden später kam ich dann in Saskatoon an.

Nun wird es ernst! Wie genau meine Arbeit hier jetzt aussehen wird, kann ich noch nicht sagen, das muss sich erst entwickeln. Jetzt am Anfang muss ich mich erst zurecht finden. Des weiteren muss ich einen kanadischen Führerschein besorgen, eine Krankenversicherung finden, ein Auto kaufen, eine Wohnung finden und günstige Möbel kaufen etc. Inzwischen war ich auch schon im Reservat, eine junge Frau besuchen, die ich von meinem letzten Aufenthalt hier noch kenne.

Heute Mittag habe ich vor, wieder ins Reservat zu fahren, wenn ein Auto von meinen Freunden frei ist. Außerdem werde ich wohl oder übel auch einen Kulturschock bekommen, das bleibt leider nicht aus. In der ersten Nacht hier habe ich schon die erste Krise bekommen. Ich realisiere jetzt erst so langsam, dass ich nicht wieder nur für ein halbes Jahr hier bin, sondern für länger.

Jetzt heißt es, sich hier erst einmal einzuleben und etwas Neues aufzubauen, was man bei einem halben Jahr ja nicht kann! Vielen, vielen Dank für Eure Gebete! Sie sind sehr viel wert, wie Ihr seht, ohne Eure Gebete geht hier nichts! Ich bin auf sie angewiesen. Soweit eine kurze Info wie es gelaufen ist. Nächstes Mal werde ich wieder mehr schreiben!

God bless you!
Eure Regina


2004 - Dezember

Liebe Beter und Freunde!
Nun endlich wieder ein Rauchzeichen aus Canada! Vielen Dank für Eure treuen Gebete! Die brauche ich hier wirklich nötig, ohne sie bin ich hier verloren! Es ist doch ganz anders, wenn man weiss, dass man nicht nur für ein halbes Jahr hier ist. Da kommt der Kulturschock doch noch ganz anders auf einen zu. Ich komme mir manchmal ganz doof vor, wenn ich da stehe und keine Ahnung habe, wo ich was kaufen kann oder wie das mit Versicherungen läuft etc. Tja, ich muss wohl richtig von vorne anfangen! Vor allem auch was Freunde angeht!

Ich habe ja das Glück, dass ich hier schon 2 Familien in der Nähe kenne, das hilft! Allerdings braucht man als Singel auch Freunde in seinem Alter, die auch Singel sind! Da kenne ich hier leider noch niemanden! Ich habe in meinem letzten Gebetsbrief als Anliegen geschrieben, dass ich ein Auto brauche und einen neuen Laptop, da meiner sofort, nach dem ich hier in Canada ankam, den Geist aufgegeben hat (hat den Kulturschock wohl nicht vertragen). Vielen, vielen Dank für eure Gebete. Ich habe seit ca. 7 Wochen ein Auto und auch einen Laptop, den mir jemand hier in der Gemeinde sehr günstig verkauft hat. Weiterhin habe ich letztes Wochenende von lieben neuen Freunden in Saskatoon (einer 2 1/2 Std. entfernten Stadt) einen Drucker geschenkt bekommen. Ist Gott nicht genial! Ausserdem hat mir Gott einen Kindheitswunsch erfüllt. Ich habe nun super günstig ein Hundewelpen „Janosch“ bekommen (für Hundekenner, es ist ein Maremma - eine italienische Hütehundrasse, aber wenn sie keine Schafe haben, sollen sie auch ihren Besitzer zu mindest vor wilden Tieren beschützen, ich hoffe Janosch weiss das auch). Leider habe ich bis jetzt immer noch keine Wohnung, die zum Mieten für Anfang November ist, gefunden. Aber ich bete und hoffe, dass sich da etwas in den nächsten Wochen tut!

In meinem letzten Gebetsbrief habe ich geschrieben, dass ich hauptsächlich versuche Leute im Reservat zu besuchen, das wird auch vorerst mein Schwerpunkt bleiben, denn so kann man am besten Vertrauen aufbauen! Aber im Herbst fangen auch gewöhnlich die "Jugendgruppen" meiner Freunde wieder an. Das heisst dienstags gemischte Jugendgruppe, mittwochs Bibelgruppe für Jungs und donnerstags Mädchenbibelgruppe (11/12 jährige Mädchen).Da meine Freunde, wie gesagt, auf Heimataufenthalt sind, mache ich die Mädchenbibelgruppe alleine. Allerdings kann ich die Bibelgruppe mit den Jungs als Frau nicht halten. Dasselbe gilt auch für die gemischte Jugendgruppe. Dienstagabends ist die Turnhalle im Reservat offen. Hier sind dann einige Jugendliche und 5 Bibelschüler von einer Bibelschule, die ca. 1 Stunde von hier entfernt ist. Dort gehe ich hin, um so Kontakt zu den Jugendlichen aufzubauen (die Bibelschule schickt jedes Jahr ein Team, was in der Jugendgruppe hilft)

Ausserdem versuche ich Mittwochabends eine Mädchenbibelgruppe für Mädchen ab 14/15 zu halten. Allerdings ist es sehr schwierig Mädchen in diesem Alter für so etwas zu gewinnen, vor allem kommen sie überhaupt nicht regelmässig, das ist ein Problem, wenn man aufeinander aufbauende Bibelarbeiten machen möchte! Vielen, vielen Dank für Eure Gebete! Gott segne Euch dafür! Ich freue mich natürlich von Euch zu hören und bete auch gerne für Eure Gebetsanliegen!

Gott segne Euch!
Eure Regina K a i s e r


2005 - März

Liebe Freunde und Beter,
ein weiteres Rauchzeichen von mir! Hier hat das Neue Jahr einiges an Schnee gebracht. Auch wenn es immer mal wieder taute, was nicht so angenehm war, da es anschließend glatt wurde und es dann wieder darauf schneite. Vor zwei Wochen waren wir hier am Wochenende aufgrund eines Schneesturms fast eingeschneit. Was für mich eine ganz neue Erfahrung war, das ist mir in Deutschland noch nicht passiert! Da mein Auto etwas höher ist, habe ich mich aber trotzdem herausgewagt und Gott sei gedankt, bin ich nicht im Graben gelandet, wie so manch andere hier! Jetzt aber doch erst noch mal zurück zum alten Jahr! Ich habe Euch ja in meinem letzten Gebetsbrief dringend gebeten für ein kleines Haus zum Mieten zu beten. Kurz nach meinem letzten Gebetsbrief hörte ich von einem kleinen Haus in einer Häuseransammlung Namens Pleasantdale (25 km vom Reservat entfernt), das eventuell günstig zu vermieten sei. Nachdem ich das Haus angeschaut hatte, sprach ich mit dem Vermieter und stellte fest, dass die Miete sehr günstig ist. Sogar günstiger als alle anderen Häuser, die ich angeschaut hatte. Außerdem ist das Haus sogar etwas möbliert, so dass ich nicht wirklich Möbel kaufen musste. Zwei Wochen später zog ich ein. Ja so sorgt Gott für uns. Er will, dass wir vertrauen und überrascht uns dann mit dem Besten! Vielen, vielen Dank für Eure Gebete! Gott hat sie erhört! Mittlerweile habe ich auch, mit Hilfe von Freunden, die Tapete in der Küche und im Wohnzimmer abgerissen und die Wände gestrichen. Nun brauche ich nur noch die Bilder auf zu hängen, damit ich mich hier richtig zu Hause fühle!

Ich hatte auch schon ein paar Indianerinnen hier her eingeladen und die ältere Mädchenbibelgruppe findet auch bei mir statt. Ich plane nun auch ab und zu ein paar Mädchen über Nacht hier zu haben. Es ist total schön nun mehr Möglichkeiten zu haben.

Dieses Frühjahr steht einiges für mich an. Anfang März ist die Frauenkonferenz von meiner Mission an der ich teilnehmen werde. Gleich wenn ich zurückkomme, werde ich hoffentlich einige Jugendliche aus dem Reservat auf eine Jugendkonferenz von einer Bibelschule bringen, die ca. 1.15 Std. von hier weg ist.

Vermutlich habe ich schon mal von den Mexicotrips geschrieben, die meine Mission macht. Im Augenblick läuft der „lange Mexikotrip“, das heißt, ein Ehepaar von unserer Mission Tim und Debbi sind im Augenblick mit fünf jungen Männern aus unserem Reservat (Kinistin) für 2 Monate in Mexico. Es sind Dallas, big Joe, Mike, Clerence und Justin. Die Jugendlichen (junge Männer) helfen dort in einem Kinderheim einer Mission bei einigen praktischen Projekten mit. Tim und Debbie kümmern sich intensiv um sie mit Bibelarbeit und Seelsorge etc. Dieser „lange Trip“ hat letztes Jahr das erste Mal stattgefunden und es wurden positive Erfahrungen gemacht. Gott wirkte!

Vielen, vielen Dank für Eure Gebete und Spenden ohne diese wäre hier die Arbeit nicht möglich! Ich freue mich natürlich, von Euch zu hören und bete auch gerne für Eure Gebetsanliegen!

God bless you!

R e g i n a   K a i s e r



2005 - Dezember

Liebe Gemeinde in Wilhelmsdorf! Über Ihre/Eure lieben Grüsse und das Geschenk zu unserer Hochzeit haben wir uns total gefreut! Ganz herzlichen Dank aus Canada! Wir hatten ein sehr schönes Fest, an dem nicht nur die große Familie von Carl dabei war, sondern auch liebe Gäste aus Deutschland und etliche Indianer aus dem Reservat. Das war eine besondere Freude!

Danke, wenn Sie/Ihr uns weiter im Gebet begleitet! Aktuell geht es vor allem um die Bewerbung von Carl bei der Mission, denn wir möchten GOTT gern gemeinsam unter den Indianern dienen. Mit herzlichen Segenswünschen für die ganze Brüdergemeinde, Regina und Carl Gustafson


2006 - April

Gott ist so genial! Es ist grossartig zu sehen, was Gott in den letzten 1 ½ Jahren fuer mich getan hat. Gott sandte mich als Missionarin nach Canada, ich war begeistert, aber auch ein bisschen aengstlich vor dem Ungewissen und vor allem vor dem Alleinesein. Tja und nun bin ich seit fast 7 Monaten mit dem Mann meiner Traeume verheiratet.

Carl und ich sind begeistert zu sehen wie Gott an uns arbeitet und uns immer naeher zu Ihm und zu einander bringt.

Carl arbeitet schon mit mir und Neal und Darcey im Reservat. Allerdings moechte die Mission, bevor er als Missionar angenommen wird und offiziell vollzeitlich arbeiten kann, dass er noch ein Training macht, da er keine Bibelschulausbildung hat. Wie das genau aussieht wissen wir noch nicht.

In den letzten zwei Monaten ging Carl mit Neal und 5 jungen Maennern aus dem Reservat auf einen Mexicotrip. Und Carl und ich brachten 11 Jugendliche auf eine Jugendkonferenz. Beides war herausfordernd, aber wir sehen, dass Gott an den Jugendlichen arbeitet. Wir koennen das auch in der Jugendgruppe und der Maedchenbibelgruppe sehen.

In den letzten paar Wochen kommen 3 junge Erwachsene aus dem Reservat sonntags mit uns in den Gottesdienst. Das ist eine Gebetserhoerung, es ist fuer sie ziemlich hart, so frueh aufzustehenJ. Einer der jungen Erwachsenen hat schon vor ein paar Jahren eine Entscheidung fuer Jesus getroffen, allerdings versucht er jetzt, diese wirklich auch zu leben. Die anderen beiden sind eine junge Frau und ein junger Mann. Sie haben schon 2 Kinder zusammen. Mit ihnen treffen wir uns oefters schon seit einer Weile. Er hat mal eine Entscheidung fuer Jesus getroffen lebte sie aber nicht wirklich und sie hat bisher keine Entscheidung fuer Jesus getroffen. Durch Drogen und Alkohol- missbrauch hat sie Hepatitis C und Leberzirrose bekommen und die Symptome kommen langsam heraus. Ihre Familie, vor allem ihr Vater, sind sehr in der indianischen Religion aktiv. Ihr Vater hat fuer ihre Heilung schon Rituale angefangen und dafuer muss auch sie einige Rituale einhalten. Wir hatten gute Gespraeche mit ihr und ihrem Lebensgefaehrten, aber vor allem mit ihr. Wir erklaerten ihr, dass Gott auch heilen kann und will, und dass sie dafuer keine Rituale einhalten muss, denn Jesus starb am Kreuz fuer all das schon. Allerdings erklaerten wir ihr auch, dass sie nicht an beides glauben kann und dass sie sich fuer eine der beiden „Religionen“ entscheiden muss. Sie sagte ehrlich, dass sie nicht weiß, was sie Glauben soll, aber ließ uns trotzdem fuer sie beten. Bitte beten Sie mit uns, dass sie eine Entscheidung fuer Jesus trifft und er sie heilt.

Fuer uns steht nun als naechstes ein 2 ½ monatiges Trainingsprogramm (Ministry Development Program) von meiner Mission an. So werden wir vom 22. April bis 19. Juni im Norden von Saskatchewan 3 Stunden von hier entfernt sein. Bitte betet mit uns, Gott uns durch dieses Training noch besser fuer die Arbeit hier vorbereitet.

Vielen, vielen Dank fuer Ihre Gebete und Unterstuetzung! Diese machen die Arbeit hier nur moeglich!
Gott segne Sie!
Regina und Carl

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